Kirsten Dzierzawa
Geburtstag: 13.12.1991
Verein: IPF Kinzigtal
Hof: Islandpferde von der Schmidtmühle
Pferd: Kappi von Erkshausen und Þórálfur frá Flagbjarnarholti
Was machst du beruflich?
Ich habe Psychologie studiert und dann in einem Kinderheim gearbeitet. Mittlerweile nimmt unser familieneigener Hof „Islandpferde von der Schmidtmühle“ mich so sehr in Anspruch, dass ich diesen hauptberuflich betreibe und leite. Wir bieten hier Beritt, Reitschule, Unterricht, Pensionspferdehaltung und auch Übernachtungen an.
Wie bist du zum Reiten und zu den Islandpferden gekommen?
Wider Erwarten bin ich nicht in einer Pferdefamilie groß geworden – meine damalige Kinderfrau hatte eigene Pferde und hat mich somit auf’s Pferd gebracht. Glücklicherweise konnte sie auch meine Mutter davon überzeugen mit dem Reiten anzufangen. Wir haben dann im Urlaub bei meinen Großeltern die Islandpferde kennen und lieben gelernt und konnten damit auch meinen Vater von diesem Hobby überzeugen. Seitdem teilen wir die Liebe zu den Islandpferden und haben uns mit unserem Hof einen absoluten Traum erfüllt.
Was zeichnet dein Pferd für dich aus?
Was Kappi für uns für ein besonderes Pferd ist, kann ich super schwer beschreiben – er ist das perfekte Ausreitpferd meines Vaters und mit ihm ausschließlich in unseren Feldern und Wäldern unterwegs und auf den Wanderritten in der Region anzutreffen. Gleichzeitig bereitet mir Kappi im täglichen Training wahnsinnig viel Freude. Auf ihn ist zu 100 % Verlass, in allen Situationen, egal ob Ausritt, Jungpferdebegleitung, Trainerscheine, Dressurstunden, gemeinsame Ritte mit meiner Tochter oder Turniere. Kappi ist und bleibt mein Safe-Space und ich bin ihm unendlich dankbar dafür, dass er mir die Freude am Fünfgang und so viel Ruhe in Prüfungssituationen geschenkt hat.
Þórálfur habe ich erst seit April '25 und er ist Kappi in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich und daher der perfekte Nachfolger - er hat ein absolut tollen Charakter, ist immer leistungsbereit und dabei in sich ruhend. Gepaart mit seinen leicht abrufbaren und qualitativ hochwertigen Gängen ist er für mich ein absolutes Ausnahmepferd.
Was sind deine größten reiterlichen Erfolge?
Ich freue mich, dass Kappi und ich uns über die Jahre steigern konnten und gleichzeitig so konstante Leistungen in verschiedenen Prüfungen gezeigt haben - seine LK1-Qualifikation in der F1 UND der V1 sind dabei für mich natürlich Highlights. Ebenso der hessische Meistertitel im Viergangpreis 2024 und der Preis für den "Besten Hessischen Fünfgänger 2024".
Mit Þórálfur konnte ich in unserer ersten gemeinsamen Saison und mit nur ganz wenig Kennenlernzeit mehr erreichen, als ich jemals erwartet habe - mit jedem Start bestätigte er seine LK 1, kein eines Mal klappte etwas nicht. Diese Konstanz ist für mich wahnsinnig viel wert und zeigt mir, wie gut wir uns (trotz der kurzen Zeit) schon verstehen. Gekrönt wurde die Saison 2025 mit dem 7. Platz im Fünfgangpreis auf den deutschen Meisterschaften und somit der B-Final-Teilnahme. Ebenso habe ich mich sehr über unseren unerwarteten Hessenmeistertitel im Fünfgangpreis und den Titel in der Fünfgangkombination gefreut.
Mein persönlicher Erfolg ist neben Qualifikationen oder Titeln sind aber vor allem die Erfolge im Alltag bei der Arbeit mit den Pferden und Menschen - gemeinsam ganz individuelle Fortschritte zu machen und sowohl Mensch als auch Pferd vielseitig auszubilden bereitet mir große Freude. Wenn wir so persönliche Ziele und Meilensteine erreichen, dann gehe ich abends zufrieden ins Bett 😊
Was ist deine Lieblingsprüfung (&warum)?
Kappi hat mir Fünfgang-Reiten beigebracht und gleichzeitig meine Liebe dazu geweckt - ich mag die Dynamik und die Schwierigkeit dieser Prüfung mittlerweile sehr, sie fordert mich auf der anderen Seite aber auch am meisten heraus.
Die Prüfung, die mir über verschiedene Pferde hinweg viel Freude bereitet ist die T2/T4 – ich mag es, wenn die Pferde frei, scheinbar mühelos und mit viel Ausdruck vorwärts tölten und das präsentiert diese Prüfung einfach am Besten.
Was sind deine reiterlichen Ziele?
Mein Ziel ist es, mich mit meinen Pferden immer im Rahmen unserer individuellen Möglichkeiten weiterzuentwickeln und dass wir den Spaß an dem gemeinsamen Training nie verlieren.